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Von Nemea in die Schweiz: dieser Wein hat alles ausgelöst
Er erschien 1997, war 1999 bereits in der Schweiz – und wurde für mich zu einem der prägendsten Weine überhaupt. Im zweiten Teil erzähle ich, warum dieser Agiorgitiko so besonders ist.
Der Wein, der die Reise vollendete
Einer der jungen Önologen dieser neuen Generation war Yiannis Paraskevopoulos, Mitgründer von Gaia Wines zusammen mit Leon Karatsalos.
Ein Wein aus dieser Zeit hat mich besonders geprägt:
der Gaia Estate.
Der erste Jahrgang erschien 1997 und war bereits 1999 im Markt erhältlich – so auch in der Schweiz. Damals eine echte Entdeckung und schnell das Flaggschiff des Hauses.
Was mich an Gaia Wines von Anfang an faszinierte: die klare Idee hinter dem Weingut. Der Fokus lag auf zwei Regionen und zwei grossen autochthonen Rebsorten Griechenlands –
Agiorgitiko aus Nemea und Assyrtiko von Santorini.
Das war damals alles andere als selbstverständlich. Während viele Produzenten in den 90er-Jahren stark auf internationale Sorten setzten, entschieden sich Paraskevopoulos und Karatsalos bewusst für den Weg über die griechische Identität. Heute hat zwar auch bei Gaia eine internationale Rebsorte ihren Platz gefunden – aber dazu erzähle ich mehr in einem späteren Blog.
Eine kleine persönliche Notiz: Agiorgitiko gewinnt für mich mit den Jahren immer mehr an Spannung – ob reinsortig oder im Blend.
Der Name bedeutet übrigens „heiliger Georg“ und zeigt, wie tief diese Sorte in der griechischen Tradition verwurzelt ist. Im Glas erinnert sie mich oft an eine Mischung aus Sangiovese und Tempranillo: reife Kirschnoten, feine Gewürze, eine elegante Struktur und gleichzeitig eine Wärme, die sofort zugänglich wirkt.
Und noch etwas zur Einordnung: Gaia darf nicht mit Gaja verwechselt werden. Der Name stammt von Gaia, der griechischen Göttin der Erde.
Ein weiterer Punkt, der diesen Wein für mich so besonders macht: die Produktion ist bewusst limitiert. Der Gaia Estate ist eine klassische Erzeugerabfüllung – die Trauben stammen ausschliesslich aus den eigenen Reben direkt vor der Winery in Nemea, auf rund 600 Metern über Meer.
Diese Höhenlage gibt dem Wein genau die Frische und Eleganz, die Agiorgitiko so spannend macht: reife Frucht, aber gleichzeitig Struktur und Tiefe.
Auch die Menge bleibt bewusst klein. Oft sind es nicht einmal 18’000 Flaschen pro Jahrgang – was ihn für mich nicht nur zu einem charakterstarken, sondern auch zu einem sehr authentischen Wein macht.
Gaia Estate 2021
100 % Agiorgitiko aus Nemea:
ein Wein mit reifen roten Früchten, feinen Gewürzen und einer eleganten Struktur, die Kraft und Zugänglichkeit wunderbar verbindet.
Für mich war dieser Wein ein weiteres Puzzlestück, um zu verstehen, wie vielfältig Griechenlands Weinwelt ist.
Und genau diese Vielfalt wollte ich nach meiner Reise in die Schweiz bringen.
Deshalb ist dieser Wein heute mein persönlicher Auftakt für die zweite Hälfte des März – ein Wein mit Geschichte, Charakter und einer Reise, die bis heute weitergeht.
- Mein Wein der Woche: Gaia Estate – Agiorgitiko
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"Manche Weine erinnern mich an einen Ort – dieser erinnert mich an eine Reise, die bis heute weitergeht."